Hallen-WM: Sandrina Sprengel mit Bestleistung Achte

  22.03.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BW-Leichtathletik Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport Leistungssport
Der Schlusstag der Hallen-WM in Torun wird für die Mehrkämpferinnen zum „Marathon“: Zwischen zehn Uhr am Morgen und acht Uhr am Abend ermitteln sie die Besten Fünfkämpferinnen der Welt. Mittendrin im Elite-Feld: Sandrina Sprengel (VfB Stuttgart). Hier verfolgen Sie von Disziplin zu Disziplin, wie sich der Wettbewerb am Sonntag entwickelt.

60 Meter Hürden: Sandrina Sprengel startet mit Fünfkampf-Bestleistung

Es war der Start, auf den Sandrina Sprengel (VfB Stuttgart) gehofft hatte. Im ersten 60-Meter-Hürden-Lauf des WM-Fünfkampfes in Torun erwischte sie am Sonntagmorgen einen sauberen Lauf und absolvierte das Rennen schneller als in jedem anderen Fünfkampf zuvor. Mit 8,40 Sekunden lief sie fünf Hundertstel schneller als bei ihrem besten Hallen-Fünfkampf (4.455 Pt.) und bis auf zwei Hundertstel an ihre absolute Bestzeit heran.

In Addition der beiden Rennen rangiert die 22-Jährige nach der ersten Disziplin auf Rang neun. Die meisten Punkte sammelte Siebenkampf-Weltmeisterin Anna Hall (USA) mit 8,18 Sekunden.


Hochsprung: 1,72 Meter wollen nicht liegenbleiben

Dreimal touchierte Sandrina Sprengel bei 1,72 Metern die Latte nur knapp, doch dreimal fiel sie. Damit gingen 1,69 Meter für die Stuttgarterin in die Wertung ein. Eine oder zwei Höhen mehr hätten es schon gern sein dürfen. Das zeigte auch die Reaktion der 22-Jährigen. Sie ärgerte sich über das Ergebnis und die vertane Chance auf deutlich mehr Punkte. Allerdings konnte sie auch bei ihrer Fünfkampf-Bestleistung „nur“ 1,69 Meter überqueren. Beim einzigen Fünfkampf in dieser Saison waren es 1,72 Meter. 

So rangiert die WM-Fünfte nach zwei Disziplinen mit 1.881 Punkten auf Rang zehn. Nach dem Hochsprung hat Sofie Dokter etwas überraschend die Spitzenposition übernommen. Die Niederländerin meisterte 1,87 Meter und damit drei Zentimeter mehr als Top-Favoritin Anna Hall (USA). So führt Sofie Dokter mit 2.153 Punkten und 36 Zählern Vorsprung. Auf Rang drei rangiert Kate O’Connor (Irland; 2.068 Pt.).


Kugelstoß: Als Elfte in die Mittagspause

Mit dem Kugelstoßen sind die ersten drei Disziplinen des WM-Fünfkampfes geschafft. Dabei gelang Sandrina Sprengel gleich im ersten Durchgang der beste Versuch. Auf 13,79 Meter flog die Kugel, nicht viel fehlte zur angepeilten 14-Meter-Marke. Mit 2.661 Punkten rangiert die 22-Jährige im Zwischenklassement auf Platz elf. Allerdings hat sich das „Mittelfeld“ in der Gesamtwertung extrem dicht zusammengeschoben. Bis zu Platz fünf, den aktuell die Ungarin Szabina Szucs (2.746 Pt.) einnimmt, sind es nur 85 Zähler.

Auch die Spitze rückte nach dem Kugelstoßen dichter zusammen. Sofie Dokter (Niederlande) verteidigte mit 13,92 Metern ihre Poleposition. Dahinter stieß Anna Hall (USA) zwar 31 Zentimeter weiter, hat mit 2.926 Punkten aber immer noch 16 Zähler Rückstand auf die Niederländerin. Rang drei belegt Kate O’Connor (Irland), die bisher 2.909 Punkte sammelte. Als klar beste Kugelstoßerin im Feld (15,40 m) katapultierte sich Anastasia Ntragkomirova (Griechenland) auf Platz acht der Zwischenwertung nach vorn.


Weitsprung: Sandrina Sprengel schiebt sich mit 6,20 Meter auf Platz neun

Mit der sechstbesten Weite der Weitsprung-Konkurrenz hat Sandrina Sprengel am Sonntagnachmittag zwei Plätze im Gesamtklassement gutgemacht. Die Stuttgarterin sprang im zweiten Versuch auf 6,20 Meter, nachdem sie im ersten Sprung mit etwas Abstand zum Brett 6,07 Meter erzielt hatte. Im finalen dritten Sprung verschenkte die 22-Jährige dann viele Zentimeter und konnte sich nicht mehr steigern.

Vor den abschließenden 800 Metern liegt Sandrina Sprengel auf Platz neun. Gelingt ihr eine neue Bestzeit über die vier Hallenrunden von mindestens 2:15,70 Minuten ist trotz der gemischten Einzelergebnisse noch eine neue Fünfkampf-Bestleistung möglich. Die steht seit vergangenem Jahr bei 4.455 Zählern. Diese Punktzahl sammelte sie 2025 gleich zweimal. Um Plätze im Gesamtranking gutzumachen, muss die Stuttgarterin allerdings einen „Wunderlauf“ hinlegen. Zu groß ist der Abstand nach vorn und zu gut die Qualität der Konkurrenz auf den vier Hallenrunden.

Mit der Tagesbestweite von 6,52 Metern hat sich Sofie Dokter (Niederlande) einen Vorsprung von 115 Punkten auf die drittplatzierte Anna Hall (USA) vor den abschließenden 800 Metern erarbeitet. Die Siebenkampf-Weltmeisterin sammelte 3.841 Punkte. Um Gold zu gewinnen, muss Anna Hall die 800 Meter etwa acht Sekunden schneller laufen als Sofie Dokter. Diese Differenz entspricht in etwa der Differenz zwischen ihren Hausrekorden. Spannung um Gold ist also zum Abschluss des Fünfkampfes garantiert. Zwischen den beiden rangiert noch die Irin Kate O’Connor mit 3.878 Punkten. Sie liegt knapp zweieinhalb Sekunden vor Anna Hall.


800 Meter: Furiose Steigerung bringt Sandrina Sprengel Rang acht

Auf den finalen 800 Metern ging es richtig zur Sache: Siebenkampf-Weltmeisterin Anna Hall (USA) wollte den Acht-Sekunden-Rückstand auf Sofie Dokter (Niederlande) noch unbedingt aufholen. Entsprechend schnell wurde das Rennen. Hinten im Feld teilte sich Sandrina Sprengel die vier Runden perfekt ein und machte auf den letzten 200 Metern noch Boden gut. Mit 2:14,32 Minuten steigerte sie ihren Hallen-Hausrekord um mehr als drei Sekunden und stellte damit auch eine neue Fünfkampf-Bestleistung von 4.475 Punkten auf – 20 mehr als bisher. Damit rückte die Stuttgarterin noch einen Platz auf Rang acht im Gesamtklassement nach vorn.

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Martin Neumann (leichtathletik.de) / wlv